Powerbox, das ist zu beachten
Das Chiptuning hat seit einigen Jahren Hochkonjunktur. Durch einen einfachen Eingriff in die Steuerelektronik kann die Leistung des Motors verbessert und der Kraftstoffverbrauch verringert werden. Auch wenn dies die günstigste Variante ist den Motor zu tunen, sind die Kosten für die Maßnahme und das anschließende TÜV-Gutachten nicht zu unterschätzen. Rund 600 bis 1000 Euro muss man abhängig vom Fahrzeugtyp dafür einplanen. Günstiger geht das mit einer Powerbox, die man selbst in Eigenregie installieren kann. Dabei sollte man allerdings einige Punkte beachten.

Die Powerbox kann ohne Fachmann installiert werden. Da sie für fast jedes Modell verfügbar und optimiert ist, ist der Einbau denkbar einfach und schnell erledigt. Dank der Plug&Play-Verbindungen ist auch kein Löten mehr notwendig. Man sollte aber genau darauf achten, dass man sich die richtige Powerbox für sein Fahrzeug holt. Wenn ungeeignete Daten an das Steuergerät übermittelt werden, kann das zu Schäden am Motor führen.

Beim Kauf sollte man ebenso darauf achten, dass man ein TÜV-Teilegutachten bekommt, denn anderenfalls kann die Eintragung nicht in die Fahrzeugpapiere aufgenommen werden. Das Fahrzeug verliert in diesem Fall die Betriebserlaubnis und darf nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden. Auch die Versicherung wird in diesem Fall keine Schäden regulieren, sollte es zu einem Unfall kommen.

Auch sollte die Versicherung über die Aufrüstung informiert werden. Es kann nämlich dazu kommen, dass du die Leistungssteigerung höhere Prämien fällig werden. Auch hier kann es zu einer Regulierungsverweigerung der Versicherung kommen, wenn man sie nicht über diese Tuningmaßnahme informiert.

Die Powerbox kann ebenso einfach wie sie installiert wurde auch wieder entfernt werden. Da die Daten im Steuerungsgerät nicht verändert werden, arbeitet der Motor nach der Rückrüstung wieder mit den alten Leistungsdaten.

Man sollte die Finger von billigen Tuningboxen lassen, von denen der Hersteller behauptet, sie würden für jeden Fahrzeugtyp geeignet sein. Im besten Fall erzielt man damit gar keine Leistungssteigerung. Im ungünstigen Fall sinkt die Leistung sogar oder der Motor wird beschädigt.